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Haruki Murakami

  • Autorenbild: UnDi
    UnDi
  • 14. Aug. 2025
  • 2 Min. Lesezeit

Graublauer Hintergrund, Links oben die Silhouette einer Fee mit Doktorhut. Text: Psst... Ich verrate euch ien Geheimnis: Es gibt gar nichts, das man gelesen haben muss. Darunter ein Bild mit vielen Klassikerausgaben unter adnerem Don Quijote, Der Glöckner von Notre Dame, Shakespeare uvm

Auch Murakami begegnete mir im Studium, in Form einer Kurzgeschichte. Einige seiner Romane habe ich als Hörbücher gehört, andere gelesen, und auch wenn manche der Bücher auf dem Foto noch ungelesen sind, bezeugt es wohl, dass ich in Murakami einen Autor gefunden hatte, der mich nicht nur akademisch, sondern auch literarisch interessierte.


Als ich noch ein Kind war, sagte mein Papa einmal zu mir, er fände es faszinierend, mit welcher Selbstverständlichkeit die Figuren in meinen Geschichten das Phantastische und Wunderbare akzeptieren.

Nun ist Murakami kein Phantastikautor im engeren Sinne. Wikipedia spricht von Mystik und magischem Realismus. Magisch beschreibt ziemlich gut, wie ich seine Texte damals empfand. Das schleichende Eindringen des Phantastischen, Unbegreiflichen und zuweilen auch Unheimlichen in die Realität der Protagonisten, und die Selbstverständlichkeit, mit der es sich dort breitmacht.Vor allem war Murakami wahrscheinlich magisch, gemessen daran WAS ich sonst an der Uni las, und die Leseerfahrung magisch, gemessen daran WIE ich sonst zu dieser Zeit las.

Während ich diesen Beitrag schreibe und nebenbei durch Murakamis Wikipediaartikel scrolle, wird mir klar, wie wenig ich eigentlich über sein Werk weiß und wie viel weniger noch ich verstanden habe. Als ich ihn entdeckte, ließ ich mich einfach in seine Welten hineinziehen, die – auch durch den gleichbleibenden Hörbuchsprecher und die sich teilweise ähnelnden Protagonisten – für mich irgendwie zu einer Welt verschmolzen.

Ich bekomme Lust, mich wieder damit zu beschäftigen und zu überprüfen, wie die Verzauberung gealtert ist, die mir mitten im Studium so besonders erschien.


Überhaupt, wenn ich die Reihe der Feen als Ganzes Betrachte, stelle ich fest, dass das Studium keinen Wendepunkt, aber doch eine Zäsur in meiner Lesebiographie darstellt. Die eher emotionale Literaturrezeption wurde von einer intellektuellen, analytischen abgelöst.Inzwischen habe ich beides integriert, aber ein paar Jahre lang war es schwierig, echte Magie zu erleben und vielleicht gebührt Murakami darum vor allem das Verdienst, ein wenig Magie in eine wenig magische Lesephase gebracht zu haben.


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